Ein Bericht von Juliane Barthel:
Ausra, Arkadii und Bastian – drei Trainer aus drei Nationen, ein Gardasee in absoluter Bestform und 21 Segler aus sechs Ländern. Bunt gemischt vom Rookie bis zur amtierenden Weltmeisterin – das war das internationale RS Aero Training im April 2026.
Vier Tage lang wurde gesegelt, analysiert und diskutiert. Dank moderner Segelsoftware konnten wir auf den Meter genau sehen, wo wir schnell waren – und vor allem, wo nicht. Die Daten waren dabei schonungslos ehrlich und deutlich weniger diplomatisch als die Trainer. Manch einer stellte fest, dass die Konkurrenz nicht unbedingt mehr Wind hatte, sondern vielleicht einfach besser segelte.
Doch nicht nur die Technik stand im Mittelpunkt. Oft waren es die einfachen Dinge, die den größten Unterschied machten: Körperhaltung, Bootsgefühl, Blick nach vorne – und die Erkenntnis, dass ein bisschen weniger Krängung meist eine gute Idee ist.
Unsere Trainer hatten für alles eine Antwort. Jede und jeder bekam individuelles Feedback – manchmal in Form hochpräziser Analyse, manchmal auch schlicht als: „Mach weniger davon.“ Genau dieser Spagat machte das Training so wertvoll: vom Einsteiger bis zum erfahrenen Regattasegler nahm jeder neue Impulse mit.
Auch abseits des Wassers wurde intensiv gearbeitet – vor allem an der Teamchemie und der Disziplin „Regattageschichten erzählen, die mit jedem Getränk besser werden“. Die neuen Teamshirts sorgten dabei dafür, dass aus 21 Seglern aus sechs Nationen ziemlich schnell ein ziemlich erkennbares Team wurde – auch im Restaurant.
Am Ende der vier Tage waren sich alle einig: Der Gardasee lieferte wieder perfekte Bedingungen, die Trainer jede Menge wertvolle (und ehrliche) Tipps – und die RS-Aero-Community einmal mehr den Beweis, dass gemeinsames Trainieren mindestens genauso viel Spaß macht wie schnelles Segeln.


